in memoriam c.d.f.

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Die Romantik als europäische geistige Bewegung hat auf vielfältige Art und Weise Eingang gefunden in die Kulturgeschichte Europas. Ihre Entstehung fällt in eine Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche, eine unterstellte vormalige Geborgenheit war für die Romantiker in Auflösung begriffen. Sie reagierten mit einem Rückzug in phantastische, unwirkliche oder einfach biedermeierliche Welten. Zentraler Topos wird die Sehnsucht, die häufig durch das Reise- oder Wandermotiv ausgedrückt wird. Die romantische Grundkonstellation ist durchaus vergleichbar mit der heutigen: Die Globalisierung und die schnelle technische Entwicklung führt zu einer großen Verunsicherung, bekannte Werteordnungen scheinen sich aufzulösen. In der Popkultur schlägt sich das in einer Nostalgie für scheinbar unkompliziertere Jahrzehnte oder in einer Hinwendung zu Phantasy-Szenarien nieder. Die Arbeit „in memoriam c.d.f.“ greift diese Parallelen auf. In inszenierten Bildern begibt sich eine fiktive Figur auf eine Reise durch das heutige Europa. Sie ist getrieben durch die Sehnsucht nach einer anderen Realität. Als Kompass dient ihr ein Werk von Caspar David Friedrich. Am Meer begegnen sich Romantik und Gegenwart.

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